Fastenzeit einmal anders – Achtsamkeit anstatt Verzicht

Fasching ist vorbei. Jetzt beginnt für viele die Fastenzeit. Aber warum fasten wir eigentlich?

Die Fastenzeit ist im christlichen Glauben fest verankert und soll daran erinnern, dass Jesus nach der Taufe für 40 Tage und Nächte in die Wüste ging und fastete. Der Sinn des Fastens im christlichen Glauben soll sein, sich durch den Verzicht ganz auf Gott konzentrieren zu können.

Heutzutage hat das Fasten meisten keine religiösen Hintergründe mehr. In der heutigen Zeit wird die Fastenzeit bis Ostern dazu genutzt, nach der ausschweifenden Feierwut eine kleine Auszeit zu nehmen und zu uns selbst zu finden. Verzichtet wird auf alles Mögliche. Handy, Süßigkeiten, Alkohol. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Aber müssen wir unbedingt verzichten um wieder einen Bezug zu uns selbst zu bekommen? In der Fastenzeit geht es vor allem darum innezuhalten und sich selbst wieder besser wahrzunehmen. Das müssen wir nicht unbedingt erreichen indem wir uns etwas wegnehmen.

Dieses Jahr werde ich deshalb auf nichts verzichten, sondern mir zusätzlich etwas Gutes tun. Ich habe mich gegen den Verzicht und für die Achtsamkeit entschieden. Verzicht bedeutet für mich schlechte Laune. Also Stress für Körper und Seele. Deshalb werde ich mir in der Fastenzeit selbst etwas Gutes tun. Ich habe mir vorgenommen jeden Tag eine Achtsamkeitsübung durchzuführen.

Wenn Ihr euch auch dafür entschieden habt, auch etwas Gutes zu tun anstatt zu verzichten, findet Ihr in der Grafik kleine Achtsamkeitsübungen für jeden Tag.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und beim achtsam in den Tag starten.

2019-03-07T17:45:15+00:00