36 Grad und es wird noch heißer   8 Tipps gegen Hitze im Büro

In den letzten heißen Tagen ist mir immer wieder das Lied von der Band Zweiraumwohnung durch den Kopf gegangen. Hitze bedeutet Stress für unseren Körper. Der hat alle Hände voll damit zu tun unsere Körpertemperatur auf 37 Grad zu halten und unser Gehirn vor Überhitzung zu schützen. Ich habe mich daran erinnert, wie es war den ganzen Tag bei der Hitze im Großraumbüro zu sitzen. Oberster Stock, Flachdach, ohne Klimaanlage. Da ich Wärme nicht gut vertrage ist es mir extrem schwergefallen bei der Wärme produktiv zu bleiben. Dazu hatte ich bei so einem Wetter immer mit dem Kreislauf zu kämpfen.

Ihr denkt jetzt, och nö nicht noch so ein Standardratgeber, was man bei Hitze alles tun soll. Das kennen wir doch in und auswendig und das wird uns jedes Jahr aufs Neue vorgebetet. So soll dieser kleine Ratgeber aber nicht sein. Ich möchte an dieser Stelle meine eigenen Großraumbüro erprobten Strategien, die ich über die Jahre erprobt habe mit Euch teilen. Ein paar davon haben bei den Kollegen immer Kopfschütteln und auch Spott ausgelöst, aber ich bin einigermaßen gut durch den Tag gekommen.

  1. Ventilatoren sind eine gute Sache. Oder doch nicht?

Ich selbst habe im Büro immer gerne auf einen Ventilator verzichtet. Davon abgesehen, haben die bei uns nie für das ganze Büro gereicht. Mir haben Ventilatoren bestenfalls den Schreibtisch durcheinandergewirbelt. Meistens hatte ich danach einen steifen Nacken. Einmal auch eine Ohrenentzündung. Ventilatoren kühlen nämlich nicht, wie allgemein angenommen die Luft, sondern in erster Linie den Körper. Es entsteht die sogenannte Verdunstungskälte. Zugluft kann unseren Körper schwächen, wenn er dieser zu lange ausgesetzt wird. Die Folgen sind Verspannungen im Nacken, die Schleimhäute trocknen aus. Trockene Schleimhäute bieten einen guten Nährboden für Krankheitserreger und die nächste Sommererkältung lässt nicht lange auf sich warten. Auch Allergiker sollten besser auf einen Ventilator verzichten. Ventilatoren verwirbeln nämlich nicht nur die Luft, sondern auch Staub und Pollen, die sich in der Luft befinden.

  1. Luftige Kleidung tragen

Damit meine ich jetzt nicht so wenig Stoff, wie möglich, sondern helle, luftige Kleidung, die den Schweiß aufnimmt und nach außen abgibt. Auch hierbei entsteht Verdunstungskälte, die den Körper herunterkühlt. Wenig Stoff bewirkt, dass die Hitze direkt auf die Haut trifft und den Körper zusätzlich aufheizt. Die Bewohner von Wüstenregionen tragen oft lange, weite Kleidung. Das schütze vor der heißen Wüstensonne und wenn ein  Wind weht, gibt es unter dem Gewand einen leichten Luftzug, der die Haut kühlt.

  1. Kühle Kompressen um die Handgelenke wickeln

An den Handgelenken ist die Haut sehr dünn und die Adern liegen dicht an der Oberfläche. Wir können mit Kompressen an den Handgelenken unseren Körper dabei unterstützen unsere Körpertemperatur zu halten. Ich habe mir einfach bei Amazon zwei Gelmasken für die Augen bestellt. Die kann man einfach um die Handgelenke binden und sind über mehrere Stunden angenehm kühl.

  1. Kühlendes Körperspray nutzen

Körpersprays erfrischen nicht nur den Körper, je nach dem welche ätherischen Öle man hinzufügt geben sie auch einen Frischekick für den Geist. Inzwischen kann man diese Körpersprays fast überall kaufen, sie sind aber auch leicht selbst herzustellen. Einfach eine ausreichend große Sprühflasche besorgen. Wasser hineinfüllen, ätherische Öle nach Belieben hinzufügen. Wer möchte kann noch etwas Aloe Vera Gel oder Kokoswasser zur Hautpflege hinzufügen. An heißen Tagen eignet sich sehr gut Pfefferminzöl für den kühlenden Effekt. Oder auch Lavendelöl. Lavendelöl hat außerdem noch den Vorteil, dass es Mücken abwehrt. So hat man gleichzeitig ein günstiges Insektenschutzmittel. Mein Lieblingsduft ist Grapefruit und Lavendel.

  1. Viel trinken

Das klingt jetzt doch nach Standardtipp. Das ist richtig, aber man kann es nicht oft genug sagen. Ich wiederhole diesen Tipp selbst bei meinen Kunden auch gebetsmühlenartig, weil das das Trinken das Wichtigste bei diesen Temperaturen ist. Durch das Schwitzen verlieren wir Flüssigkeit, was zur Folge hat, dass unser Blut „dicker“ wird. Dadurch muss sich unser Körper noch mehr anstrengen auf Betriebstemperatur herunterzukühlen. Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen sind die Folge. Mir ist letzte Woche eine Kundin während der Massage umgekippt. Es hat sich herausgestellt, dass sie den ganzen Tag außer zwei Tassen Kaffee nichts getrunken hatte. Während der Arbeit wird das Trinken sehr oft vergessen. Am Besten alle halbe Stunde den Wecker am Handy stellen, damit man ans Trinken erinnert wird. Getränke aus dem Kühlschrank sind übrigens nicht gut geeignet, sie sorgen dafür, dass der Körper noch mehr schwitzt. Mein Lieblingsgetränk bei Hitze ist, kalter, leicht gesüßter Pfefferminztee. Der kühlt schön von innen.

  1. Ein kühlendes Fußbad unterm Schreibtisch – warum nicht?

Das hat mir immer die meisten Lacher eingebracht. Wenn ich nachmittags mit meinem Mülleimer in Richtung Teeküche gepilgert bin und ihn mit kaltem Wasser gefüllt habe. Die Füße in kaltem Wasser kühlen den Körper, genau wie die Kompressen um die Handgelenke und unterstützen unseren Körper dabei auf Betriebstemperatur zu bleiben.

  1. Auch bei Hitze darf im Büro gelüftet werden

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass ab einer gewissen Uhrzeit die Jalousien unten und die Fenster geschlossen sein sollen, bin ich ein großer Fan davon in der Hitze zwischendurch zu lüften oder auch ein bis zwei Fenster im Büro generell offen zu halten. Warum, werden jetzt viele von Euch sagen. Ganz einfach. Wir sitzen im Büro an unseren Rechnern, die Monitore laufen, der Drucker läuft den ganzen Tag. Und weil es durch die heruntergelassenen Jalousien im Büro dunkel ist haben wir auch noch das Licht an, damit wir etwas sehen können. All diese Geräte strahlen Hitze ab. Und wer schon einmal mit 30 anderen Leuten in einem Großraumbüro saß weiß auch, dass manche Zeitgenossen es im Sommer mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Die Luft steht und heizt sich auf. Langsam leiden wir an Sauerstoffmangel Durch das Lüften bekommen wir wieder Sauerstoff in den Raum. Oft ist es auch draußen, trotz Hitze kühler als in unserem Büro.

Und zuletzt

  1. Einen Gang runterschalten

Schaltet an besonders heißen Tagen einfach einen Gang runter. Denkt immer daran, alle anderen leiden auch unter der Hitze und vollbringen auch keine Höchstleistungen. Deshalb erwarten sie diese auch nicht von Euch. Wenn es von der Tätigkeit passt, verlegt Eure Arbeitszeit in die frühen Morgenstunden und macht zur heißesten Zeit am Nachmittag Feierabend. Oder baut Überstunden ab, wenn es geht.

Das sind nun meine erprobten Tipps gegen Hitze im Büro. Probiert doch einmal den Einen oder Anderen aus und kommt einigermaßen entspannt durch den Sommer.

2019-06-28T16:04:31+02:00